Entzifferung des Diskos von Phaistos

Grundlegende Informationen



Vor nunmehr mehr als zehn Jahren habe ich damit begonnen, mich mit Fragen zur Ägyptologie zu beschäftigen. Inzwischen kann ich beweiskräftig belegen, dass die Zeitrechnung der Ägypter auf der natürlichen Präzessionsbewegung der Erdachse beruht. Sie beschränkten ihren Zeitzyklus jedoch nicht auf 360, sondern fügten 144 Grad hinzu und erreichten so einen Umfang von 504 Grad.

Da die kreisförmige Bewegung der Erdachse für die Distanz von einem Grad 72 Jahre benötigt, beträgt der Gesamtzeitraum 36.288 Jahre. Dieser wurde dann nach den Regularien der Symbolik des Horusauges in 63 Teile von 576 Jahren gegliedert und den letzten Anteil bilden den dynastischen Zeitraum mit 34 Dynastien von jeweils 8 Grad und damit 576 Jahren.

Dieses Ordnungsprinzip der Zeitrechnung war weit über die Grenzen Ägyptens hinaus bekannt, mache Völker nutzten es gleichfalls und zu den zahlreichen überkommenen Dokumentationen ist auch der Diskos zu rechnen. Entsprechende Inschriften, die man bisher nicht entziffern konnte, folgen den ägyptischen Vorgaben. Sie zeichnen sich gemeinsam dadurch aus, dass es sich überwiegend um kurze Inschriften handelt. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass es sich bei der Symbolik um Zahlen handelt. Man kann unter der Verwendung von Zahlen z. B. ein Sothisdatum mit vier bis fünf Symbolen angeben, auch wenn es sich um fünfstellige Zeitangaben handelt, weil mindestens zwei Symbole miteinander multipliziert werden. Worte werden also nicht benötigt, um die Regentschaft eines Königs, die Veränderung der Jahreslänge oder den Baufortschritt der Großen Pyramide mittels Jahresangaben zu dokumentieren.

Der oder die Autoren des Diskos von Phaistos fassten allerdings den Entschluss, statt Hieroglyphen, eigene einfache Symbole zu verwenden, die mittels Prägestempeln in den feuchten Ton gedrückt werden konnten.

Die Unterteilung der spiralförmigen Anordnung, von mir als Segmente bezeichnet, enthalten Symbole, die im Prinzip jeweils 576 Jahre umfassen. So sollte man meinen, der Diskos müsse 63 Segmente beinhalten. Doch aus bestimmten Notwendigkeiten wurden teilweise in zwei Segmente der Umfang von 3x576 = 1.728 Jahre untergebracht. Das hat den Vorteil, beliebige Größen zu verwenden, ohne die Grenze von 576 Jahren beachten zu müssen. Insgesamt ergeben sich dennoch mathematisch 63 gleichartige Zeiträume. Bei dem Verfahren ist es darüber hinaus nicht erforderlich, neben den relevanten Größen für die auftretenden Differenzen spezielle Symbole zu kreieren. Diese werden als „Ergänzungsgrößen“ bezeichnet und dabei handelt es sich um diejenigen Symbole, denen man beim besten Willen keine Bedeutung beimessen kann. Die jeweiligen Größen ergeben sich zwangläufig um in der Addition zu 576, 1.152 oder 1.728 zu gelangen. Im Zentrum der Scheibe sind in der Konsequenz und als Einstieg zur Entzifferung auch nur zwei Symbole vorhanden, die Lösung heißt, 3x192 = 576.

Auf diese Weise sind Informationen untergebracht, die mehrere ägyptische Pharaonen betreffen, die Verlängerung der Jahreslänge im Jahre 5.544, die sogenannten Zwischenzeiten, den Bauverlauf der Großen Pyramide sowie einige Sothisdaten.

Die Entzifferung des Diskos war allerdings nur möglich, weil es zuvor gelungen ist, den Geschichtsverlauf Ägyptens anhand einer großen Anzahl von Hieroglyphen-Inschriften zu rekonstruieren. Aus diesem Grunde wurde dem E-Book über die Entzifferung des Diskos auch eine grundlegende Einführung zur Ägyptologie vorangestellt.